Was heißt eigentlich DIN EN ISO?

Viele sind interne Qualitätsbeauftragte in Ihren Betrieben und wissen leider nicht, was eigentlich DIN EN ISO übersetzt heißt. Hiermit will ich heute aufklären und dies näher erläutern.
1. DIN = Deutsches Institut für Normen
2. EN = Europäische Norm
3. ISO = International Organization for Standardization


1. DIN – Warum passen die Batterien in die Taschenlampe?

Über manche Dinge macht man sich im normalen Leben keine Gedanken, aber warum passt denn die Batterie in die Taschenlampe oder der Stecker in die Steckdose? Dies liegt an der DIN-Norm, es gibt eine Norm für den Stecker und eine für die Steckdose. Diese sind untereinander abgestimmt und deswegen passen diese. Das Institut für Normungen mit Sitz in Berlin sorgt dafür, dass Normen festgelegt und veröffentlicht werden (http://www.din.de). Seit wann gibt es eigentlich die DIN-Normen? Die Normen gibt es seit 1918 und die Norm Nummer 1 war über Kegelstifte, dies sind kleine Metallstifte, die Maschinenteile zusammenhalten. Allerdings galt das Maschinengewehr 08/15 aus dem ersten Weltkrieg als Ober-Norm. Das Militär benötigte damals massenhaft Gewehre. Fabriken wurden umgerüstet um Einzelteile des Gewehrs zu produzieren, leider gab es keine Regelung, die eine einheitliche Herstellung garantierte. Und so wurde in einer Turnhalle in Berlin-Spandau das königliche Fabrikationsbüro von Waffen gegründet, wo die einzelnen Komponenten standardisiert wurden. Nach dem Krieg wurde das Prinzip übernommen und auf außermilitärische Bereiche übertragen. 1976 wurde dann schließlich das Deutsche Institut für Normung gegründet als eingetragener Verein.

2. Europäische Norm – Noch eine Norm??

Ja, noch eine Norm – aber auch sehr wichtig für Qualitätsmanagement. Zur Verständigung: es gibt ungefähr 3.000 DIN-Normen. Diese regeln Anforderungen für Produkte oder Dienstleistungen, mit denen Verbraucher in Berührung kommen. DIN regelt überwiegend Normen mit nationaler Bedeutung. EN, die Europäische Norm, regelt die Übernahme Europäischen Normen in die nationalen Standards der Mitgliedsstaaten. EN-Normen müssen in das nationale Normenwerk übernommen werden. Wikipedia sagt auch: Die Europäischen Normen (EN) sind Regeln, die von einem der drei europäischen Komitees für Standardisierung (Europäisches Komitee für Normung CEN, Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung CENELEC und Europäisches Institut für Telekommunikationsnormen ETSI) ratifiziert worden sind. Alle EN-Normen sind durch einen öffentlichen Normungsprozess entstanden.

3. ISO – Internationale Organisation für Normung

Die internationale Vereinigung von Normungsorganisationen entstand am 23. Februar 1947 mit Hauptsitz in Genf. Mittlerweile sind 150Länder in der ISO vertreten. Das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) ist seit 1951 Mitglied der ISO. Die ISO regelt international technische (Telefonadapter), klassifikatorische (z.B. Ländercodes)und Verfahrensstandards (Qualitätsmanagement nach ISO 9000). Offizielle Sprachen der ISO sind englisch und französisch. In diesen Sprachen werden die ISO-Normen veröffentlicht. Die nationalen Normungsorganisationen sind für Übersetzungen verantwortlich.
Und so kommen wir schon zu unserem Fazit. Das DIN (Deutsches Institut für Normung e. V.) ist das Tor zur weltweiten Normung. Das Ziel der Normung im DIN ist es, weltweit einheitliche Standards zu erarbeiten. Diese sorgen für einen Abbau von technischen Handelshemmnissen und fördern die Exportfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Das DIN vertritt die nationalen Interessen in Europa und weltweit. Nur durch die Arbeit im DIN bekommen die deutschen Experten Zugang zu Entscheidungsprozessen in den übernationalen Normungsgremien.

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